Neues Museum Berlin
Meine Eindrücke
Das Neue Museum in Berlin beherbergt Ausstellungsstücke aus der Frühzeit der Menschheit. Die Sammlung reicht vom Alten Ägypten und Troja über Funde im Rhein bis zur Keltenzeit. Insgesamt sehr interessant. Was ich ein wenig schade fand: Die Büste der Nofretete durfte man nur von außerhalb des Raumes fotografieren. Das ist bei den Lichtverhältnissen und den Besuchern, die ohne Kamera direkt bis zur Büste dürfen, schwierig. Ich hätte gerne bessere Fotos gemacht. Na ja, man kann nicht alles haben.
Wissenswertes:
Das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel im Ortsteil Mitte ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und gehört zu den bedeutendsten Museumsbauten Europas. Es wurde im Auftrag König Friedrich Wilhelms IV. zwischen 1843 und 1855 im Stil des Klassizismus und der Neorenaissance von dem Architekten Friedrich August Stüler erbaut.
Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und weiterem Verfall in der DDR-Zeit wurde das Museum zwischen 1999 und 2009 für rund 295 Millionen Euro vom britischen Architekten David Chipperfield wiederhergestellt. Das Konzept der ergänzenden Wiederherstellung bewahrte die Originalsubstanz und ergänzte fehlende Teile sichtbar in zeitgenössischer Formensprache. Der Wiederaufbau wurde 2010 mit dem Nostra Award der Europäischen Kommission, 2011 mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis und 2011 mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet.
Seit der Wiedereröffnung am 16. Oktober 2009 beherbergt das Neue Museum das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung mit dem weltberühmten Exponat der Büste der Nofretete (um 1340 v. Chr.), das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie einen Teil der Antikensammlung. Besondere Ausstellungsstücke sind außerdem der Xantener Knabe (Bronze) und der Berliner Goldhut aus der Bronzezeit (1000–800 v. Chr.). Im Jahr 2019 zählte das Neue Museum 828.000 Besucher und war damit das meistbesuchte Museum der Staatlichen Museen Berlin.
Das Museum ist Teil des Masterplans Museumsinsel, der alle fünf Häuser der Insel über die unterirdische Archäologische Promenade miteinander verbindet. Das Eingangsgebäude, die James-Simon-Galerie, wurde ebenfalls nach Entwürfen David Chipperfields errichtet.
Bodestrasse 1-3 10178 Berlin