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Die CDU hat die Debatte über das „Stadtbild” erneut eröffnet.
Doch was genau ist eigentlich das Stadtbild? Laut Wikipedia bezeichnet der Begriff den optischen Eindruck einer Stadt oder ihrer Teile, also die im öffentlichen Raum sichtbare Gestalt und Gesamtansicht.
Die Verknüpfung dieses Begriffs mit zweifellos vorhandenen Problemen wie Kriminalität, mangelnder Integration oder Sozialleistungsmissbrauch halte ich jedoch für viel zu pauschal. Über diese Probleme muss offen gesprochen werden. Sie sollten konkret benannt und, wo Gesetze verletzt werden, auch konsequent verfolgt werden. Aber was genau haben sie mit dem „Stadtbild“ zu tun?
Gerade diese Vermischung halte ich für problematisch. Denn wenn von einem problematischen „Stadtbild” die Rede ist, bleibt zunächst offen, ob damit konkretes Fehlverhalten, bestimmte Orte und Zustände oder die sichtbare Anwesenheit von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Kultur gemeint ist.
Genau darin liegt für mich das Problem des Begriffs: Er fasst sehr unterschiedliche Dinge zusammen und wird dadurch schnell negativ konnotiert. Gleichzeitig geraten die positiven Seiten eines vielfältigen Stadtbildes aus dem Blick: Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Lebensgeschichten gehören längst ganz selbstverständlich zu unseren Städten.
Kriminalität bleibt Kriminalität und Sozialleistungsbetrug bleibt Sozialleistungsbetrug. Beides sollte unabhängig davon verfolgt werden, wer es begeht. Integrationsprobleme müssen ebenso konkret benannt werden. Aber daraus pauschal eine Frage des „Stadtbildes“ zu machen, vermischt gesellschaftliche Vielfalt mit Problemen, die wesentlich genauer beschrieben werden müssten.r.

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Stadtbild