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Der Berliner Dom (offiziell: Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin) ist eine evangelische Kirche am Lustgarten auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte. Der imposante Neorenaissancebau wurde zwischen 1894 und 1905 im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. nach Entwürfen des Architekten Julius Raschdorff errichtet. Mit einer Grundfläche von 6.270 Quadratmetern ist er die größte evangelische Kirche Deutschlands.
Der Dom besteht heute aus der zentralen Predigtkirche, der südlichen Tauf- und Traukirche sowie der Hohenzollerngruft im Untergeschoss. Die Gruft ist die bedeutendste dynastische Grabstätte Deutschlands – hier fanden insgesamt 94 Mitglieder des Hauses Hohenzollern ihre letzte Ruhe.
Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde der Dom im Rahmen einer langjährigen Kooperation zwischen Bundesrepublik und DDR ab 1975 wiederaufgebaut. Die aufwendige Rekonstruktion der Innenräume wurde 1993 abgeschlossen. Die nördliche Denkmalskirche wurde 1975 gesprengt und nicht wiederaufgebaut.
Das Herzstück der Ausstattung bildet die Sauer-Orgel von 1905 mit 7.269 Pfeifen und 113 Registern – seinerzeit die größte Domorgel Deutschlands. In der Kuppel sind acht großformatige Mosaike der Seligpreisungen nach Entwürfen von Anton von Werner zu bewundern. Eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform in 50 Metern Höhe bietet einen 360°-Panoramablick über Berlin.
Bis März 2026 wurde die Hohenzollerngruft umfassend saniert und modernisiert, sodass Besucher die historischen Sarkophage nun in optimaler Präsentation erleben können.
52.51917, 13.40111
Am Lustgarten 10178 Berlin