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International Harvester M386 TEL

International Harvester M386 TEL

Meine Eindrücke

Der International Harvester M386 TEL (Transporter Erector Launcher) war das mobile Startfahrzeug für die taktische MGM-52 Lance-Kurzstreckenrakete der US Army. Er wurde in den 1970er und 1980er Jahren eingesetzt und ermöglichte den schnellen Transport, das Aufrichten und den Abschuss der Lance-Rakete.

Geschichte:

Die MGM-52 Lance wurde ab 1962 als Nachfolger der MGM-29 Sergeant entwickelt. Der M386 TEL basierte auf einem gepanzerten Lkw-Chassis von International Harvester. Das System wurde 1972 in Dienst gestellt. Die Lance konnte konventionelle oder nukleare Gefechtsköpfe tragen und diente als taktische Nuklearwaffe der NATO in Europa. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde das System ab 1991 schrittweise ausgemustert und durch das ATACMS-Raketensystem ersetzt.

Technische Daten (M386 TEL):

  • Besatzung: 5 Mann
  • Länge: ca. 9,1 m (Fahrzeug)
  • Breite: 2,9 m
  • Höhe: 3,3 m (Fahrstellung)
  • Gewicht: ca. 28.000 kg (geladen)
  • Antrieb: International Harvester V8-Dieselmotor mit ca. 210 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: ca. 70 km/h (Straße)
  • Reichweite: ca. 500 km
  • Panzerung: Gepanzerte Fahrerkabine (Schutz gegen Splitter und Kleinkaliberwaffen)

MGM-52 Lance Rakete:

  • Länge: 6,1 m
  • Durchmesser: 0,56 m
  • Gewicht: 1.285 kg
  • Reichweite: 4,8 - 120 km
  • Gefechtskopf: Konventionell (454 kg Sprengstoff) oder nuklear (W70, 1-100 kt)
  • Antrieb: Feststoffrakete

Funktion und Technik:

Der M386 transportierte eine einsatzbereite Lance-Rakete horizontal. Vor dem Abschuss wurde die Rakete hydraulisch aufgerichtet. Das Fahrzeug verfügte über ein integriertes Feuerleit system mit Trägheitsnavigation. Nach dem Start konnte der TEL schnell die Position wechseln, um Gegenfeuer zu vermeiden ("shoot and scoot"). Das gepanzerte Führerhaus schützte die Besatzung.

Einsatz:

Die Lance war eine taktische Nuklearwaffe der NATO, stationiert hauptsächlich in Westdeutschland. Sie sollte im Kriegsfall sowjetische Truppenzusammenziehungen, Flugplätze und Kommandozentralen angreifen. Die Mobilität des M386 ermöglichte schnelles Verlegen und Überleben auf dem Gefechtsfeld. Das System wurde nach dem Kalten Krieg im Rahmen der Abrüstungsverträge verschrottet.

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