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Technik_Entwicklung
1963
Beschreibung

Die M53/59 Praga, auch als PLdvK vz. 53/59 bekannt, ist eine selbstfahrende Flugabwehrkanone, die Ende der 1950er Jahre in der Tschechoslowakei entwickelt wurde. Sie besteht aus einem stark modifizierten Praga V3S 6x6-Lkw-Fahrgestell und zwei 30-mm-Zwillingsflugabwehrkanonen.

Geschichte:

Das Waffensystem wurde ab 1959 in der tschechoslowakischen Armee eingeführt und war eine Weiterentwicklung des bewährten Praga V3S Militär-LKW. Die Entwicklung erfolgte zur Nahbereichsluftverteidigung gegen tieffliegende Ziele. Das System wurde in verschiedene Länder des Warschauer Pakts und andere verbündete Staaten exportiert. Die Produktion lief von 1959 bis in die 1970er Jahre.

Technische Daten:

  • Besatzung: 5 Mann
  • Bewaffnung: 2 × automatische 30-mm-Kanonen M53
  • Kadenz: 450-500 Schuss/min pro Rohr
  • Fahrgestell: Praga V3S 6x6 Allrad-LKW
  • Antrieb: Tatra 912 Sechszylinder-Dieselmotor, 7,4 Liter, luftgekühlt
  • Leistung: 110 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
  • Einsatzbereich: Luftziele bis 3.000 m Höhe, auch gegen Bodenziele

Konstruktion und Technik:

Die Zwillingskanonen sind in einem offenen, drehbaren Turm montiert und können sowohl gegen Luft- als auch gegen Bodenziele eingesetzt werden. Das Fahrgestell des Praga V3S bietet durch seinen Allradantrieb und die hohe Bodenfreiheit exzellente Geländegängigkeit. Das Feuerleit system erlaubt schnelles Reagieren auf Luftziele.

Einsatz:

Das System wurde hauptsächlich zur Sicherung von Truppenverbänden und wichtigen Objekten gegen Luftangriffe eingesetzt. Die Kombination aus Mobilität durch das geländegängige Fahrgestell und der hohen Feuerkraft der Zwillingskanonen machte es zu einem effektiven Nahbereichs-Flugabwehrsystem seiner Zeit. Neben der Tschechoslowakei nutzten auch andere Warschauer-Pakt-Staaten das System.

Dieses Exponat ist im Imperial War Museum Duxford ausgestellt.

Titelbild
Praga M5359 Lizard
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