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Nessebar (bulgarisch Несебър) ist eine uralte Hafenstadt an der südlichen bulgarischen Schwarzmeerküste, rund 30 km nördlich von Burgas. Die Stadt liegt auf einer kleinen felsigen Halbinsel von nur etwa 25 Hektar Fläche, die durch eine schmale, 350 m lange Landenge mit dem Festland verbunden ist. Seit 1983 gehört die Altstadt von Nessebar zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Antike zurück: Thraker siedelten hier zuerst, bevor griechische Kolonisten im späten 6. oder frühen 5. Jahrhundert v. Chr. die Polis Mesembria gründeten. Im Mittelalter wechselte die Stadt mehrfach zwischen bulgarischer und byzantinischer Herrschaft; 812 eroberte Khan Krum die Festung und erbeutete dabei die bis dahin geheimen Vorrichtungen für das Griechische Feuer. 1396 fiel Nessebar unter osmanische Herrschaft, die bis 1878 andauerte.

Das Herzstück der Stadt ist die mittelalterliche Altstadt mit ihren bemerkenswerten Kirchenruinen. Von ehemals über 40 Kirchen haben zehn die Jahrhunderte überdauert, darunter die Christus-Pantokrator-Kirche und die Johannes-Aleiturgetos-Kirche aus dem 13./14. Jahrhundert – beide Meisterwerke der spätbyzantinischen Backstein-Architektur der Tarnower Schule. Daneben finden sich historische Wohnhäuser im typischen Schwarzmeer-Stil des 19. Jahrhunderts mit Stein-Erdgeschoss und hölzernem Oberstock sowie restaurierte Windmühlen.

Nessebar ist heute neben seinem kulturellen Erbe vor allem als Touristenziel bekannt. Der benachbarte Sonnenstrand zählt zu den größten Badeorten am Schwarzen Meer. Gemeinsam mit Sonnenstrand, Rawda und Sweti Wlas bildet Nessebar die größte touristische Agglomeration Bulgariens.

Titelbild
Nessebar
event koordinaten

42.66, 27.7286

event adresse

Nessebar
8230 Nessebar, Bulgarien

ort land ordnungsbegiff

ort ort referenz

In Planung
Off