Museo Thyssen-Bornemisza
Meine Eindrücke
Es ist eine sehr beeindruckende Sammlung vieler bekannter Künstler. Am besten beginnt man in der zweiten Etage und arbeitet sich dann durch die Jahrhunderte. Ich kann nur empfehlen, sich ein paar Stunden Zeit zu nehmen, um die Vielzahl an Eindrücken aufzunehmen und die Arbeiten der Künstler entsprechend zu würdigen. Für jeden Kunstinteressierten ist dies ein Muss in Madrid.
Wissenswertes:
Geschichte
Das Museo Thyssen-Bornemisza geht auf die Kunstsammlung der Industriellenfamilie Thyssen-Bornemisza zurück. Über mehrere Generationen hinweg wurde eine umfangreiche Sammlung europäischer und amerikanischer Kunst aufgebaut. Einen besonders großen Anteil daran hatte Baron Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza, der die Sammlung im 20. Jahrhundert erheblich erweiterte.
Ursprünglich befanden sich viele Werke in der Villa Favorita in Lugano in der Schweiz. In den späten 1980er-Jahren suchte die spanische Regierung nach Möglichkeiten, die bedeutende Sammlung dauerhaft nach Madrid zu holen. 1992 wurde das Museum schließlich im historischen Palacio de Villahermosa eröffnet, einem klassizistischen Stadtpalast aus dem 18. Jahrhundert.
Ein Jahr später kaufte der spanische Staat den Großteil der Sammlung. Dadurch wurde das Museum zu einer der wichtigsten Kunstinstitutionen des Landes. Später kamen weitere Werke aus der privaten Sammlung von Carmen Thyssen hinzu, wodurch das Museum nochmals erweitert wurde.
Sammlung und Besonderheiten
Die Sammlung des Museums umfasst mehrere Jahrhunderte Kunstgeschichte. Sie reicht von der italienischen Frührenaissance über den Barock bis zur modernen Kunst des 20. Jahrhunderts. Damit ergänzt das Museum inhaltlich die beiden anderen großen Museen Madrids: Während der Prado vor allem ältere europäische Meister zeigt und das Reina Sofía moderne spanische Kunst präsentiert, schließt das Thyssen viele kunsthistorische Lücken zwischen diesen Epochen.
Besucher finden hier Werke zahlreicher bedeutender Künstler, darunter Vertreter der Renaissance, des Barock, des Realismus, des Impressionismus sowie der modernen Kunstbewegungen. Besonders stark vertreten sind außerdem amerikanische Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie Werke des Expressionismus und der Avantgarde.
Die Präsentation der Sammlung ist bewusst chronologisch aufgebaut. Dadurch können Besucher die Entwicklung der europäischen Malerei über mehrere Jahrhunderte hinweg nachvollziehen. Diese klare Struktur unterscheidet das Museum von vielen anderen großen Kunstsammlungen.
Interessante Fakten
Das Museum gehört gemeinsam mit dem Prado und dem Reina Sofía zum sogenannten „Paseo del Arte“, einer Museumszone entlang des Paseo del Prado. Diese drei Museen bilden zusammen eines der bedeutendsten Kunstzentren Europas.
Die Sammlung umfasst mehrere hundert Gemälde aus verschiedenen Epochen und gehört zu den vollständigsten privaten Kunstsammlungen, die jemals öffentlich zugänglich gemacht wurden. Besonders bemerkenswert ist die große stilistische Bandbreite, die von mittelalterlicher Malerei bis zur Pop-Art reicht.
Durch den Ankauf der Sammlung durch den spanischen Staat wurde verhindert, dass die Werke einzeln auf dem internationalen Kunstmarkt verkauft werden. Dadurch blieb die Sammlung als geschlossene Einheit erhalten.
Öffnungszeiten und Eintritt
Das Museum ist in der Regel täglich geöffnet.
Montag: meist 12:00 – 16:00 Uhr
Dienstag bis Sonntag: etwa 10:00 – 19:00 Uhr
Der reguläre Eintrittspreis für die Dauerausstellung liegt normalerweise bei etwa 13 Euro. Ermäßigungen gibt es unter anderem für Studierende, Senioren und bestimmte Besuchergruppen.
Am Montag ist der Eintritt zur Dauerausstellung in der Regel kostenlos, wodurch Besucher einen Teil der Sammlung ohne Eintritt besichtigen können.
Zusätzliche Sonderausstellungen können eigene Eintrittspreise haben.
Da sich Öffnungszeiten und Preise gelegentlich ändern können, empfiehlt sich vor einem Besuch eine kurze aktuelle Prüfung.
P.º del Prado, 8, Centro, 28014 Madrid