Es ist Krieg

Ich hatte es befürchtet und eigentlich nur noch auf den Tag gewartet an dem es passiert. Die Signale waren zu deutlich. Wie geht man jetzt am besten damit um ? Auch wenn es erwartet war, ist das Entsetzen schon groß. Noch größer ist aber das Gefühl der Hilflosigkeit. Was jetzt und in den nächsten Wochen und Monaten passieren wird, liegt so völlig außerhalb dessen, was man beeinflussen kann. Es bleibt einfach nur eines, ruhig zu bleiben und die Situation beobachten. Mehr möchte ich auch schon gar nicht schreiben.

Legitimer Protest ?

Wenn ich dich Bilder von jungen Menschen sehe, die Straßen blockieren um für ihre Sache zu Protestieren, dann reagiere ich mir Unverständnis. Unverständnis, weil mir persönlich kein Ziel einfällt, welches für mich als Motivation für so eine Aktion ausreichen würde. Klar Klimaschutz ist wichtig und ja, Essen wegwerfen ist jetzt auch nicht gut, aber sich da auf die Straße setzen und sich anschreien, beschimpfen oder gar anfahren zu lassen. Ach na, lass mal so wichtig ist mir das jetzt auch nicht. Aber ihnen ist das so wichtig.

"Ich bin alt, aber kein Idiot"

Ist der Slogan einer Petition in Spanien. Der Initiator wehr sich gegen den Ausschluss vieler ältere Menschen von Bankgeschäften durch die fortschreitende Digitalisierung. Geld abheben in einer Filiale war nur per Termin möglich, den man wiederum über ein App machen musst. Hört sich für viele von uns völlig easy und normal an. Für ältere Menschen, auch meine Eltern, hätten jetzt da schon ein Problem. Damit man mich nicht missversteht, ich bin Softwareentwickler und mit Sicherheit nicht gegen den digitalen Wandel.

Oh, es ist ja Olympia

Oh ja, morgen startet die Winterolympiade in China. Früher wäre es völlig klar gewesen, dass der Fernseher und ich Überstunden machen und mir so viel wie möglich anschauen und natürlich den deutschen Athleten die Daumen drücke. Dieses Gefühl ist mir aber irgendwie abhanden gekommen. Diese Olympiade hätte niemals nach China gehen dürfen. Genau so wenig wie die Fussball WM nach Katar. Es wird ja dann immer das Argument benutzt, das Sport ein Botschafter wäre, man in den Dialog kommen würde und Probleme ansprechen will. Wer soll das eigentlich noch glauben.

4 ungenutzte Jahre

Am Sonntag ist die Wahl zum Bundestag. Ich habe mir so meine Gedanken gemacht, was man dann wohl erwarten kann. Ich fürchte, egal wer die Wahl jetzt gewinnen sollte, nicht viel. Da es wohl keine Regierung ohne eine Dreierkoalition geben wird, in der sich die Koalitionäre sich nicht gegenseitig blockieren werden. Es wird wieder eine Menge kleiner Schritte geben, die allesamt nicht ausreichend sein werden den immer größer werdenden Probleme ausreichend entgegen zu treten.

Wie kann man nur so total "Lost" werden

Diesen Text habe ich jetzt schon ein paar mal auf Facebook gelesen und frage mich immer wieder, wie man so sehr in eine Wahrnehmung abtauchen kann, die ich so gar nicht nachvollziehen kann. Hier werden zwar ein paar Fakten wiedergegeben, aber in Zusammenhänge gestellt, die so, bei etwas Nachforschung nicht haltbar sind. Einige sogar unwahr und entsprechen eigentlich genau dieser Partei, von der man sich vordergründig distanziert. Dann vermengt man das noch ganz ordentlich mir Fremdenhass und schürt Zukunftsängste. Diese spricht ja auch aus vielen Textpassagen.

Hochwasser in Bliesheim

Wie soll man über dieses Thema schreiben? Ich versuche es einfach mal mit meinen Wahrnehmungen und Gedanken. Die Warnungen habe ich wohl gehört, aber sich auch nur in etwa vorzustellen, was das jetzt bedeutet, dazu war ich nicht in der Lage. Ich bin in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nach Hause gekommen, was schon schwierig war. Am nächsten Morgen habe ich mir das Drama angeschaut, ohne auch nur zu ahnen, dass da noch viel mehr kommt. Dann ging auf einmal alles ganz schnell. Der Strom fiel aus, das Wasser kroch die Gasse hoch und  dann hieß es wir sollen die Häuser verlassen.

Regenbogenschnitzel

Deutschland ist jetzt bunt und im Grunde finde ich das auch richtig gut. Ich finde es gut, dass die Situation in Ungarn und auch in Polen in Bewusstsein rückt. Es fällt bestimmt auch noch etwas für die Menschen hier in Deutschland ab, Nur frage ich mich, wie lange das jetzt vorhält oder ob morgen die Fahnen nicht schon wieder eingerollt werden, weil es halt kein Hype mehr ist. Die Lage in beiden genannten Ländern ist ja nicht neu und es hat, außer von Betroffenen, kaum eine Reaktion gegeben. Die Frage, ob diese Länder noch der Idee von Europa entsprechen, darf durchaus gestellt werden. 

Viele Schlafschafe

Corona scheint man ja so langsam in den Griff zu bekommen, hoffe ich zumindest. So ganz sicher bin ich mir da noch. Ich will auch noch keine Bilanz ziehen, dazu ist es meiner Meinung nach noch viel zu früh. Was mich allerdings bei der Betrachtung von Verhaltensweisen in dieser Krise erschreckt hat, ist die große Bereitschaft Vieler die Augen vor Notwendigkeiten zu verschließen. Eigene Bedürfnisse höher zu priorisieren als Rücksichtnahme und ein in die Zukunft gerichtetes Verhalten an den Tag zu legen. Man verharrt im Moment, jammert rum und wünscht sich das Alte zurück.

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