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Der P-15 „Tropa“ (russisch: П-15 «Тропа», NATO-Codename: "Flat Face A") ist ein sowjetisches Bodenradar zur Zielerfassung und Frühwarnung, das in den 1950er-Jahren entwickelt wurde. Es wurde hauptsächlich zur Luftraumüberwachung und Zielzuweisung für Luftverteidigungssysteme wie die SA-3 „Goa“ (S-125 Newa/Petschora) eingesetzt.
Das P-15-Radar ist ein mobiles 2D-Radar, das auf einem ZIL-157- oder später einem ZIL-131-Lkw montiert war und in mehreren Varianten weiterentwickelt wurde, darunter das P-15M mit verbesserter Störresistenz und Reichweite.
Technische Daten
- Typ: Mobiles 2D-Suchradar
- Frequenzbereich: Dezimeterwellen (UHF-Band)
- Impulsleistung: ca. 300 kW
- Reichweite: bis zu 250 km (je nach Version und Betriebsmodus)
- Erfassbare Höhe: bis zu 10 km
- Zielerfassungsgenauigkeit: ca. ±1 km in der Reichweite, ±1° in der Richtung
- Antenne: Zwei faltbare Parabolreflektoren
- Betriebsmodus: Pulskompressionsradar mit phasenmodulierten Signalen
- Besonderheiten:
- Hohe Mobilität durch Lkw-Montage
- Verbesserung durch P-15M mit ECCM (Electronic Counter-Countermeasures) gegen Störungen
- Integrierbar mit Luftabwehrsystemen (z. B. S-125)
Das P-15-Radar wurde in vielen Ländern eingesetzt und war eines der wichtigsten sowjetischen Frühwarnradarsysteme des Kalten Krieges. Es wurde später durch modernere Systeme wie das P-19 „Flat Face B“ ersetzt, blieb aber in einigen Armeen lange im Einsatz.
