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1955
Wissenswertertes

Der P-15 „Tropa“ (russisch: П-15 «Тропа», NATO-Codename: "Flat Face A") ist ein sowjetisches Bodenradar zur Zielerfassung und Frühwarnung, das in den 1950er-Jahren entwickelt wurde. Es wurde hauptsächlich zur Luftraumüberwachung und Zielzuweisung für Luftverteidigungssysteme wie die SA-3 „Goa“ (S-125 Newa/Petschora) eingesetzt.

Das P-15-Radar ist ein mobiles 2D-Radar, das auf einem ZIL-157- oder später einem ZIL-131-Lkw montiert war und in mehreren Varianten weiterentwickelt wurde, darunter das P-15M mit verbesserter Störresistenz und Reichweite.


Technische Daten

  • Typ: Mobiles 2D-Suchradar
  • Frequenzbereich: Dezimeterwellen (UHF-Band)
  • Impulsleistung: ca. 300 kW
  • Reichweite: bis zu 250 km (je nach Version und Betriebsmodus)
  • Erfassbare Höhe: bis zu 10 km
  • Zielerfassungsgenauigkeit: ca. ±1 km in der Reichweite, ±1° in der Richtung
  • Antenne: Zwei faltbare Parabolreflektoren
  • Betriebsmodus: Pulskompressionsradar mit phasenmodulierten Signalen
  • Besonderheiten:
    • Hohe Mobilität durch Lkw-Montage
    • Verbesserung durch P-15M mit ECCM (Electronic Counter-Countermeasures) gegen Störungen
    • Integrierbar mit Luftabwehrsystemen (z. B. S-125)

Das P-15-Radar wurde in vielen Ländern eingesetzt und war eines der wichtigsten sowjetischen Frühwarnradarsysteme des Kalten Krieges. Es wurde später durch modernere Systeme wie das P-19 „Flat Face B“ ersetzt, blieb aber in einigen Armeen lange im Einsatz.

Titelbild
Kairo - P-15 (2025)
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