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Light Miniature Aircraft LM-1

USA
Erstflug oder Indienststellung: 1985
Madrid - Light Miniature Aircraft LM-1 (2026)

Auf den ersten Blick wirkt dieses Flugzeug wie eine klassische Piper J-3 Cub. Tatsächlich handelt es sich bei der in Madrid ausgestellten Maschine mit dem Kennzeichen EC-YZA jedoch um eine Light Miniature Aircraft LM-1. Dieser Typ ist ein Ultraleicht-Nachbau im Maßstab 3/4, der sich eng an der bekannten Piper Cub orientiert.

Gerade diese äußerliche Nähe macht das Flugzeug interessant: Es vermittelt sehr gut den Eindruck der berühmten Piper Cub, ohne ein Original dieses Typs zu sein. Die Cub selbst zählt zu den bekanntesten leichten Flugzeugen des 20. Jahrhunderts und wurde vor allem als Schul-, Verbindungs- und Beobachtungsflugzeug bekannt.

Die in Cuatro Vientos gezeigte EC-YZA verbindet damit den Charme des historischen Vorbilds mit einer moderneren, leichteren Nachbaukonstruktion. Für Museumsbesucher ist sie deshalb ein besonders reizvolles Ausstellungsstück, weil sie den typischen Charakter der Piper Cub sehr anschaulich wiedergibt.

Light Miniature Aircraft LM-1

Die Light Miniature Aircraft LM-1 war ein amerikanisches Ultraleichtflugzeug für den Selbstbau. Die Maschine gehörte zu einer ganzen Familie kleiner Flugzeuge, die äußerlich an klassische Leichtflugzeuge angelehnt waren. Die LM-1 orientierte sich dabei in ihrer Form deutlich an der Piper J-3 Cub, war aber als verkleinertes und vereinfachtes Muster für den Amateurbau ausgelegt.

Technische Daten

Hersteller: Light Miniature Aircraft, USA
Typ: Ultraleichtflugzeug / Selbstbauflugzeug
Besatzung: 1 Mann
Länge: 5,41 m
Spannweite: 9,14 m
Höhe: 1,70 m
Flügelfläche: 11,0 m²
Leergewicht: ca. 136 kg
Maximales Abfluggewicht: ca. 272 kg
Kraftstoffvorrat: 19 Liter
Antrieb: 1 × Rotax 447 Zweizylinder-Zweitaktmotor
Leistung: 40 PS
Höchstgeschwindigkeit: ca. 121 km/h
Reisegeschwindigkeit: ca. 105 km/h
Reichweite: ca. 280 km

Geschichte

Die LM-1 entstand Mitte der 1980er-Jahre in den USA während des Booms der Ultraleichtfliegerei. Viele frühe Ultraleichtflugzeuge wirkten sehr einfach und spartanisch. Die Entwürfe von Light Miniature Aircraft sollten daher ein Flugzeug bieten, das stärker an klassische Leichtflugzeuge erinnerte und zugleich für den Eigenbau geeignet war.

Die LM-1 war Teil einer Modellreihe, zu der auch weitere Varianten gehörten, die sich optisch an bekannten Vorbildern orientierten. Je nach Ausführung wurden Holz oder Stahlrohr als Grundkonstruktion verwendet, dazu kamen stoffbespannte Flächen. Das Muster war vor allem für Privatpiloten und Selbstbauer interessant, die ein kleines und traditionell wirkendes Flugzeug suchten.

Besonderheiten

Besonders auffällig ist die an historische Leichtflugzeuge angelehnte Gestaltung. Die LM-1 wirkte dadurch deutlich klassischer als viele andere Ultraleichtmuster ihrer Zeit. Geschlossene Kabine, Hochdecker-Auslegung und konventionelles Fahrwerk verliehen dem Flugzeug das Erscheinungsbild eines kleinen, traditionellen Sportflugzeugs. Gerade diese Verbindung aus nostalgischer Form und einfacher Selbstbauweise macht die LM-1 bis heute interessant.