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Schlafschafr

Corona scheint man ja so langsam in den Griff zu bekommen, hoffe ich zumindest. So ganz sicher bin ich mir da noch. Ich will auch noch keine Bilanz ziehen, dazu ist es meiner Meinung nach noch viel zu früh. Was mich allerdings bei der Betrachtung von Verhaltensweisen in dieser Krise erschreckt hat, ist die große Bereitschaft Vieler die Augen vor Notwendigkeiten zu verschließen. Eigene Bedürfnisse höher zu priorisieren als Rücksichtnahme und ein in die Zukunft gerichtetes Verhalten an den Tag zu legen. Man verharrt im Moment, jammert rum und wünscht sich das Alte zurück. Eine Folge dieser Krise ist aber, dass es das alte Leben so nicht mehr geben wird. Pandemien werden wiederkommen und ob wir als Menschheit aus unseren Fehlern lernen, wäre ja schon fast eine sensationelle Entwicklung. 
Ohne mein Gehirn jetzt groß anstrengen zu müssen, fallen mir da noch einige weitere Krisen ein, auf die wir mir Sicherheit zusteuern. Klima, Rente, Pflege und die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich werden die nächsten Jahrzehnte bestimmen und wenn wir da wirklich etwas bewegen wollen, müssen wir uns bewegen und genau daran werden wir solange scheitern, wie es die Option weiter so gibt, die uns von einigen Parteien und auch industriellen Lobbyverbänden vorgegeben wird. Wir sind nur allzu schnell bereit auf den Zug aufzuspringen, der ja eigentlich steht und jeden Gedanken an Veränderung zu bekämpfen. Das Grünen-Bashing in den sozialen Medien und auch die Kampagne von Lobbyverbänden zeigen das für mich sehr deutlich. Die Veränderung als Gefahr und nicht als Chance zu begreifen, darin sind wir echt gut und haben uns da schon ganz gut einlullen lassen. Schlafschafe ist da wirklich das beste Wort, dass mir dafür einfällt. Sollte es aber dann doch soweit kommen und wir gezwungen werden etwas zu tun sollen die Kosten dafür immer andere tragen. Jeder findet ganz schnell jemanden der das doch viel besser könnte und es auch viel gerechter sei, dass er dass tut. Hauptsache man selbst muss nichts machen.

Ich springe weiß Gott nicht auf jeden Zug der Veränderung auf und viele Forderungen. wie zum Beispiel von Friday for Future, gehen mir echt zu weit und sind meiner Meinung nach auch so nicht umsetzbar, aber es wird ja oft die Auseinandersetzung mit den Gründen, Zielen und Ideen vermieden sondern der diffamierende Angriff gewählt.

Ich finde es schade, dass wir Menschen mit unserem Potential, dass wir haben, so umgehen und lieber mit unserem Wohlstand weiter schlafen.  

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