Mein Blog

  • HMS Belfast

    Ich habe die letzten Tage meines Urlaubs mal passieren lassen und mir ist bewusst geworden, da war jetzt viele Kriegsgeschichte und Militärtechnik dabei. Komischerweise habe ich gerade das Gefühl mich da ein wenig erklären zu wollen. 

    Technik und Geschichte sind Themengebiete die faszinieren mich ungeheuer und zu keinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte kommen diese Themen so zusammen wie im Kriegsfall. Viele Dinge, die wir heute benutzen gehen aus solchen Krisenzeiten hervor. Das der Mensch seine Intelligenz in solchen Zeiten besonders nutzt ist leider eine traurige Tatsache.

    Wenn man aus der Geschichte lernen will, muss man die Geschichte kennen und bei aller Faszination für Technik, weiss ich schon noch welchem Zweck sie dient. 

    Ich denke so kann man das stehen lassen. 

  • Ich habe mich ja vor über einem monat entschlossen fast alle Facebook gruppen zu verlassen. Einge, weil sich einfach nichts mehr tat, andere weil die geposteten Inhalte mir einfach nichts mehr gebracht haben. Die theoretische Möglichkeit über diese Beiträge hinweg zu scrollen ist ja da, aber ich muss es ja entscheiden und schon habe ich es gelesen. Bringt also nicht wirklich etwas. Ich habe festgestellt, das ich nicht mehr so häufig abgelengt werde, ich kann viel konzentrierter und kontinuierlicher an Themen bleiben.

    Auf der anderen Seite habe ich natürlich viele Menschen kennengelernt und sie auch in meine Freundesliste aufgenommen. Da ich doch immer wieder Dinge die ich unternehme auf meiner Seite Poste nehmen sie schon an meinem Leben Teil. Ersteunlicher Weise aber nur innerhalb der Gruppe. Sie bekommen ja Posts auf meiner Seite, sofern sie mich nicht deaboniert haben, auch angezeigt. Hier haben sich die reaktionen deutlich reduziert ca. 75%. Es waren dann wohl doch nur Begleiter oder ich war halt nur zur Befriedigung gewisser kommunikativer Bedürfnisser gut. Schade eigentlich und bei manchen hat es mich echt enttäuscht. Ich muss da wohl mal meine Erwartungen der heutigen unverbindlichen Zeit anpassen. Ein paar melden sich ja auch noch von sich aus, einfach so, ohne speziellen Grund. Dies sind dann die wertvollen Menschen, die man auch in diesen Gruppen finden kann.

    Am Ende würde ich sagen, die positiven Effekte überwiegen für mich schon. Es ist aber wichtig immer mal wieder hinzuschauen ob das noch so ist. Man kann sich sehr schnell verlieren und viel wertvolle Zeit einfach liegen lassen. 

  • Die Diskussion um das Klima, Ökologie, Plastikmüll, Fliegen und Ernährung beherrscht ja momentan die Köpfe der Menschen. Ganz im Sinne der heutigen Zeit gibt es wieder nur Gut ober Böse, Erleuchtet oder Zukunft-Vernichter oder gesunde Menschen und Aasfresser. Es wird ja gar nicht mehr versucht zu überzeugen, sondern direkt abgestempelt und Verbote gefordert.
    Ich möchte die Notwendigkeit einer Änderung in der Art, wie wir Menschen mit unserer Umwelt umgehen bestreiten. Ich glaube aber, dass es nachhaltig nur durch Überzeugung geschehen kann. Jeder Eingriff in die Selbstbestimmung erzeugt Widerstand, auch bei mir.
    Ich mag mein Steak, mein Mettbrötchen und Käse auf dem Brot. Ich weiß aber auch, dass es mit dem Fleischkonsum nicht so weiter gehen kann. Ich lege also erst mal zwei Fleischfreie Tage ein und schaue wie es funktioniert. Ich versuche Plastikmüll zu vermeiden. Hier kann ich zum Beispiel nicht verstehen, warum bei Sport- und Konzerten das immer noch erlaubt ist. Ich Fliege auch immer noch in Urlaub. Fliegen ist aber die letzte Alternative, vor allem innerhalb Deutschlands spart man ja kaum Zeit damit. Vielleicht wird das Netz auch mal so gut, dass es mehr Video-Konferenzen als Dienstreisen gibt. Was ich aber sagen will, auch wenn man glaubt die „echte Wahrheit“ zu gehen. Versucht Menschen zu überzeugen und nicht zu zwingen und zu diffamieren. Jeder andere Weg erzeugt nur eine Abwehrhaltung und man kommt mit seinen Ansichten nicht durch, auch wenn man drei Mal im Recht ist.

  • Jedes Jahr taucht die Frage ja wieder auf, „Wie feiere ich meinen Geburtstag?“. Man schaut dann auch mal hin was gerade so in ist und da haben sich im letzten und diesem Jahr zwei Trends gezeigt, die ich nicht so schön finde.
    Zum einen dieses feiern in einer Gaststätte. Man lädt viele Leute ein, braucht sich um wenig zu kümmern, stellt ein oder zwei Fässer Bier dahin und schon läufts. Ich finde es dann aber auch sehr unpersönlich und fühle mich da dann auch zumeist nicht so richtig wohl.
    Der andere Trend ist einfach nur eine Spendenaktion zu machen. Den Zweck der Spende möchte ich gar nicht bewerten, der ist für meine Meinung auch unerheblich. Ich stelle mir dann immer die Frage, „Warum sollte ich da spenden?“.

    Ich habe von meinen Eltern gelernt, nur wer feiert bekommt auch ein Geschenk, besondere Jubiläen ausgenommen.
    Richte die Feier so aus, dass Geschenke und Kosten sich die Waage halten, das eigentliche Geschenk ist der Abend mit deinen Gästen.

    Mit diesen zwei Regeln bin ich immer gut gefahren und halte sie auch heute noch für angemessen und anwendbar. Bei den Spenden bekomme ich hier allerdings ein Problem. Deshalb werde ich mich auch an keiner Spendenaktion in dieser Form beteiligen.

  • Seifenblasen

    Als ich gestern vom Reichstag in Richtung Brandenburger Tor gegangen bin, stand da eine Straßenkünstler und produzierte zur Freude der Kinder viele bunte Seifenblasen. Ich bin beim betrachten dieser bunt schillernden Kugeln ein wenig ins Nachdenken geraten.

    Ich habe in letzter Zeit einige Menschen kennengelernt die sich gerne in solche Blasen flüchten, die Realität ausblenden und darin viel Zeit verbringen. Es gibt viele solcher Blasen, manche erkennt man auch nicht auf den ersten Blick. Neue Medien können solche Blasen bilden. Facebook, Netflix und Co., das Angebot ist mittlerweile riesig. 

    Eigene Wünsche, Träume und Hoffnungen können solche Blasen bilden. Doch alle haben einen großen Nachteil, sie platzen irgendwann und man landet wieder dort, vor dem man geflüchtet ist.

    Ich halte es nicht für schlimm auch mal der Realität zu entfliehen. Das geht ja auch klassisch mit einem Buch. Es sollte aber eine bewusste Entscheidung mit eingeplanter Rückkehr sein.
    Die Realität ist nicht immer schön, hier warteten Arbeit und Sachzwänge auf einen. Aber es warten auch Chancen und wenn man diese erkennt und zugreift kann man vielleicht einige seine Wünsche, Träume und Hoffnungen realisieren und muss sich keiner Blase mehr hingeben,  

  • Yes we can, carpe diem

    Jetzt ist er da, mein erster Geburtstag. Ich werde diesen Tag jedes Jahr auf meine Weise feiern. Heute Abend mit einem Essen und nächste Woche mit einem Kurztrip nach Berlin.
    Auch wenn die Welt sich so anfühlt als würde sie immer undurchsichtiger, komplizierter und auch unmenschlicher haben wir alle doch die Möglichkeit unseren Teil des Lebens anders zu gestalten.

    Ich glaube fest daran, dass viele kleine Schritte einen großen ergeben.

    Man muss es „nur“ in die Hand nehmen. Viele Dinge werden von außen bestimmt, ja, aber nicht alle und an denen kann ich arbeiten. Das gelingt nicht immer, das weiß ich auch, aber aufgeben ist da wirklich keine Option.

    Ich möchte heute nicht nur diesen, für mich besonderen Tag, feiern. Sondern auch das Leben und all seine Möglichkeiten.

  • Quelle: Focus Online

    Als ich die Nachricht gelesen habe, war erst mal das Entsetzen groß. Ich trauere mit den Angehörigen und ich glaube niemand kann sich vorstellen, was jetzt in den Menschen vorgehen muss. Ich kann das nicht begreifen, was geht in einem Menschen vor, wenn er zwei fremde Personen vor einen Zug schubst. Dabei spielt die ethnische Herkunft keine Rolle. Ich kenne kein Land, keine Rasse in der so etwas geduldet wird.
    Aber was ist es dann? Mir fällt dazu nichts ein, weil es so unfassbar ist. Ich möchte nur alle bitten jetzt nicht vorschnell zu urteilen. Damit meine ich nicht, den Täter zu entschuldigen, sondern Pauschalurteile zu fällen. Denn wie ich bereits sagte, die ethnische Herkunft ist für mich kein ursächlicher Grund für dieses unglaubliche Tat

  • ich

    Gestern vor einem Jahr bin ich nach einer Operation durch einen septischen Schock für 7 Tage in Koma gefallen und es war schon sehr eng. Mein Schutzengel und auch ich müssen richtig gekämpft haben. Heute ist das schon recht weit weg und trotzdem immer noch da. Diese Tage fehlen einfach, ich habe nur ein Bild im Kopf und das ist so unwirklich. Man muss sich ein Dungeon vorstellen, in violetten Tönen, grelle Blitz und ich in einer Rüstung mit einem Schwert und wehre die Blitze ab. Im Hintergrund ständig eine Stimme die "Warning" ruft. Als ich dann wieder aufgewacht ging der Kampf weiter. Diesmal aber darum wieder in die Normalität zukommen, wieder arbeiten zu können. Tennis spielen, reisen. Als das geht wieder und ich bin auch stolz auf mich, dass zu geschafft zu haben. 

    Wenn ich das so erzähle werden mir immer zwei Fragen gestellt. Die eine nach meiner Wahrnehmung in der Zeit des Komas und ob es da diesen ominösen Tunnel mit dem Licht gibt. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich habe keinen gesehen. Die andere interessante Frage ist, ob sich irgendetwas bei mir geändert hat. Die Frage ist schwierig zu beantworten. Ich nehme meine Interessen bewusster wahr und versuche mich entsprechend zu verhalten. Meine Toleranz gegen Unentschlossenheit, Unverbindlichkeit und Oberflächlichkeit hat deutlich abgenommen. Ich verliere da viel schneller die Geduld.
    Der andere Punkt ist mir zu klar geworden als ich da lag und ich echt Schwierigkeiten hatte mich auf Dinge zu konzentrieren. Ich bin neugierig, ich will entdecken, sehen, begreifen und immer wieder neue Dinge erleben. Ich arbeite in einem Job, in dem lernen unweigerlich dazu gehört, aber da ist noch so viel mehr in der Welt, dass ich sehen will und das versuche ich mir zu ermöglichen.
    Mehr ist mir so direkt nicht aufgefallen, aber das können andere bestimmt viel besser beurteilen.

    Mein Fazit, das Leben ist es Wert gelebt zu werden und das so bewusst wie nur möglich.